Prof. Dr. Holger Pfaff

Prof. Dr. Holger Pfaff
 

Prof. Dr. Holger Pfaff

Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) &
Zentrum für Versorgungsforschung Köln (ZVFK)
der Humanwissenschaftlichen Fakultät und
der Medizinischen Fakultät der
Universität zu Köln
Eupener Str. 129
50933 Köln

Tel. +49(0)221/478-97100
Fax +49(0)221/478-9714100
E-Mail: holger.pfaff@uk-koeln.de


Nach dem Studium der Sozial- und Verwaltungswissenschaften an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Konstanz und einem Studienaufenthalt an der University of Michigan (Ann Arbor/USA) war Prof. Pfaff zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Oldenburg und als Hochschulassistent an der TU Berlin tätig. 1995 habilitiert er im Fach Soziologie. Es folgte eine Gastprofessur für das Fach "Technik- und Industriesoziologie" an der TU Berlin. 1997 übernahm er die Professur für „Medizinische Soziologie“ an der Universität zu Köln. Seit 2002 ist Prof. Pfaff Sprecher des Zentrums für Versorgungsforschung Köln (ZVFK). Er war von 2002 bis 2010 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und von 2004 bis 2009 Sprecher der Clearingstelle Versorgungsforschung NRW. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) e.V..

Er ist seit 2009 Direktor des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln. Dieses Brückeninstitut ist eine gemeinsame Einrichtung der Humanwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät. Seit 2009 ist er Inhaber der Brückenprofessur „Qualitätsentwicklung und Evaluation in der Rehabilitation“, die für die Lehrgebiete „Medizinische Soziologie“ (Medizinische Fakultät) und „Qualitätsentwicklung in der Rehabilitation“ im (Humanwissenschaftliche Fakultät) verantwortlich ist.


Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Pfaff bilden drei miteinander verzahnte Bereiche: Versorgungsforschung, Sozialepidemiologie (Soziologie der Gesundheit) und Gesundheitssystemgestaltung. In der Versorgungsforschung steht die Analyse des Versorgungs- und Gesundheitssystems im Mittelpunkt. Da die Wirksamkeit dieses Systems sich danach bemisst, wie gut es zur Heilung, Lebensverlängerung und/oder Verbesserung der Lebensqualität beiträgt, muss untersucht werden, inwieweit das Gesundheits- und Versorgungssystem (Versorgungsstrukturen und –prozesse; Gesundheitsorganisationen) zu diesen Outcomes einen Beitrag leisten kann. Dies ist Gegenstand der Sozial- und Versorgungsepidemiologie und damit wesentlich auch der Gesundheitssoziologie. Der dritte Schwerpunkt beinhaltet Fragen bezüglich der praktischen Umsetzung der Erkenntnisse aus der Versorgungsforschung und der Sozialepidemiologie . Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Interventionen in Gesundheitsorganisationen und Gesundheitsnetzwerken (z.B. Integrierte Versorgung) geplant und gestaltet sein müssen, damit das Verhalten der Akteure (z.B. Ärzte und Patienten) sich ändert und die Systemergebnisse (Lebenserwartung, Lebensqualität, Zufriedenheit der Patienten) sich verbessern.

Schwerpunkt I: Versorgungsforschung

-> Theoretische und methodische Grundlagen der Versorgungsforschung
-> Soziologie des Versorgungs- und Gesundheitssystems (organisations- und medizinsoziologische Grundlagen der Versorgungsforschung)
-> Arzt-Patient-Interaktion: Dimensionen, Ursachen, Folgen
-> Versorgungsstrukturen und –prozesse: Gestalt, Determinanten, Auswirkungen
-> Gesundheitsorganisationen: Merkmale und gesundheitliche Folgen
-> Verhalten im Gesundheitssystem: Phänomene, Determinanten, Folgen

Schwerpunkt II: Sozial- und Versorgungsepidemiologie

-> Soziologische Grundlagen der Epidemiologie (Soziologie der Gesundheit)
-> Versorgungsepidemiologie (Auswirkungen der Versorgungsstrukturen und –prozesse, der Organisationsstrukturen und der Health Technologies auf die Gesundheit)
-> Arbeit und Gesundheit (Auswirkungen der Arbeitswelt auf die Gesundheit)

Schwerpunkt III: Gestaltung und Interventionen in soziale Systeme

-> Theoretische und methodische Grundlagen der Systemgestaltung und -intervention
-> Versorgungs- und Gesundheitssystemgestaltung
-> Betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention
-> Beeinflussung von Verhalten von Patienten, Mitarbeitern und Gesundheitssystemakteuren

 

 

  Nächste Seite: Lebenslauf